Ausbildung

Schnuppertag in Amlikon

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Pilotenluft schnuppern – selber fliegen!

Die Segelfluggruppe Cumulus bietet dreimal im Jahr einen Schnupperkurs an, bei dem Interessierte das Segelfliegen und den Flugbetrieb selber kennenlernen können.
Am Wochenende vom 28./29. Juni 2019 fand wieder ein solcher Kurs statt.

Freitagabend – Flugplatztour

Bereits am Freitagabend trafen sich die 5 Schnupperflieger am Flugplatz Amlikon für die erste Einweisung zum Schnuppertag am folgenden Samstag. Es ging los mit ein Weiterlesen…

Ausbildung

Thurgauer Sportlerwahl 2018

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Nach 2015 durfte ich mich wieder zu den Nominierten für den Thurgauer Sportler des Jahres zählen.

Den Titel konnte sich hochverdient Martin Fuchs (Springreiten) sichern. Auf dem zweiten Platz landete Samuel Giger (Schwingen) und Stefan Küng (Radfahren) auf dem dritten Platz.
Unter den Nominierten waren unter anderem Martin Hubmann Weiterlesen…

Ausbildung

BFK Kunstflug, Thun

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Mitte August fand in Thun eine Schulungswoche für den Kunstflug statt. Von der SG Cumulus waren wir zu zweit an diesem Kurs. Wir schlossen die Woche erfolgreich ab, mit einem Eintrag für Kunstflug in unserem Flugbuch.

 

Anreise

Silvan und ich machten uns zu zweit auf den Weg nach Thun, wobei wir den Fox von Amlikon mitnahmen. Vor dem Briefing am Sonntag Abend bezogen wir noch unser Schlafquartier in einem Bauernhof. Nach einigen Versuchen, mit dem Auto auf dem Flugplatz zu „landen“, trafen wir schliesslich die richtige Strasse und parkierten den Fox. Wir wurden herzlich begrüsst. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erklärte uns Manfred Echter die Figuren, die wir während der Woche üben würden. Nach dem Montieren begaben wir uns gemeinsam zu einer Pizzeria ausserhalb der Stadt und genossen den warmen Abend. Silvan und ich zogen uns dann zurück zu unserem Bauernhof bei Uetendorf. Diese Bed and Breakfast Gelegenheit hat ein super Preis-Leistungs Verhältnis und ist unbedingt weiterzuempfehlen falls man da in der Nähe mal etwas Einfaches sucht.

Startaufstellung mit der ASK-21

 

Tagesablauf

Um jeweils 0730 trafen wir uns auf dem Flugplatz und räumten die Flugzeuge aus. Wir benutzten 2 ASK-21, den Fox und die SZD59 der SAGA. Eingeteilt waren wir in 3er Grüppchen bei einem Fluglehrer. Aufgaben wie Bericht schreiben, Meteobriefing halten, Startliste führen und Sicherheitsbriefing halten, wurde unter den Teilnehmern verteilt. Nach dem Fliegen während dem Morgen, assen wir. Die Beiz ist gleich beim Flugplatz und recht gut, wobei ich von Tag zu Tag grösseren Hunger bekam oder allenfalls die Portionen immer kleiner wurden??? Ich weiss es nicht genau. Nach 1800 durfte nicht mehr geschleppt werden und so wurden die Flieger über die Panzerpisten vor den Hangar gerollt und geputzt. Als alles verräumt war trafen wir uns wieder bei der Beiz zum Debriefing.

Die Gewitter türmen sich auf und die Kunstflugsegelflugzeuge warten darauf, geflogen zu werden

 

Fliegen

Geflogen wurde hauptsächlich mit den beiden ASKs. Zu Beginn jedes Fluges machten wir ein kurzes Briefing und schleppten dann in eine der beiden Kunstflugboxen. Dabei konnten wir die Schönheit der Umgebung geniessen. Der Thunersee, die Aussicht auf die Alpen, das Mittelland und den Napf. Wir lernten die Checks auszuführen, die zusätzlich vor einem Kunstflug zu machen sind. Die beiden Kunstflugboxen lagen gleich ausgerichtet. Die Hauptachsen waren gut auszumachen mit der Pistenachse und der Aare, in deren Verlängerung die gut sichtbare Stadt Bern und der See zu sehen war.

Gleich beim ersten Flug wurden wir auf den Rücken gedreht und wir konnten die Steuerbewegungen mitfühlen. Wieder in Normalfluglage wurde ein Looping geflogen und ein Reversement gezeigt. Mit diesen 3 Figuren konnten wir jetzt üben. Den Loop konnten alle relativ schnell, bei den Reversements war die Sache etwas kniffliger. Es tauchten nach und nach Fragen auf wie: „Wann muss man wohin schauen?“, „Wie lange kann ich gerade hinauf Fliegen bevor ich Seitenruder geben sollte?“ oder „Wieviel muss ich den Flügel ablegen, damit ich sicher rum komme?“ Mit mehr Flügen wurden die Fragen weniger und die Figuren sicherer, wobei es zwischendurch auch Figuren gab die „verreckten“. Später kombinierten wir diese zu neuen Figuren wie Kubanische Acht, Retournement, Immelmann, usw.

Jede Gruppe wurde einen Tag beim Fox eingeteilt. Damit wurde hauptsächlich das korrekte Ein- und Ausleiten einer Vrille geübt. Da wir nie mehr als 500m vrillierten gab es noch genug Höhe um die anderen Figuren in einem „richtigen“ Segelkunstflugzeug zu üben, das machte richtig Spass!

Rückenflug mit dem Fox

 

Die SZD59 ist startbereit

 

Programme und SZD59

Mit der Zeit wurde uns aufgetragen ein Kunstflugprogramm zu erstellen mit den bekannten Figuren. Da jeder eine andere Reihenfolge und zum Teil auch andere Figuren aufzeichnete, gab es viele verschiedene Programme, die jeder selbst fliegen konnte. Nachdem mein Fluglehrer am Boden zufrieden mit meinem Programm war ging es in die Luft. Nach 3 Flügen klappte die richtige Aneinanderreihung der Figuren auch in der ASK.

Die, die wollten, konnten nach einem ok. des Fluglehrers auf die SZD59 umschulen. Da man sich praktisch in einer liegenden Position befindet ist die Sicht nach vorne am Boden und im Schlepp durch das Instrumentenbrett eingeschränkt. Durch gut dosierte Steuerbewegungen beim Start kann man gut abheben und hinter den Schlepper herfliegen. Beim Kunstflug ist sie etwa gleich wendig wie der Fox und und rollt auch so schnell. Auch hat sie ein Einziehfahrwerk, welches aber etwas mühsam zu bedienen ist. Beim ersten Flug vergass ich prompt, dieses einzufahren, konnte aber dennoch einige Figuren fliegen, die auch klappten. Bei den beiden anderen Einweisungsflügen flog ich nochmals mein selbst erstelltes Programm.

Mein erstes Kunstflugprogramm

 

Wetter

Wir wurden die ganze Woche nie wirklich vom Wetter eingeschränkt, zum Teil sah es aber danach aus. Es war immer heiss und schwül. In den Alpen und im Jura sah man jeden Tag Gewitter aufschiessen, einige streiften uns auch leicht aber nie so, dass wir uns anders hätten anders anziehen müssen. Am Freitag Vormittag waren die Wolken zu tief um zu fliegen, dies störte uns nicht, da wir sowieso noch etwas Theorie benötigten.

Die Panzerpiste ist im Betrieb

 

Abschluss

Am Abend des letzten Tages gab es ein Wochen-Debriefing.

Der Flugplatz hat uns viel Freiraum gelassen und wir mussten uns selten einschränken, dadurch konnten alle mindestens 15 Flüge machen und die meisten erhielten dann auch den Eintrag ins Flugbuch. Danken möchte ich auch den Fluglehrern, die manchmal auch mit sehr viel Geduld ihre Gedanken ruhig rüberbringen konnten.

Abschliessend kann man sagen, dass es eine erfolgreiche, wenn auch sehr teure Woche war. In Schänis wären die gleichen 15 Flüge etwas weniger teuer gewesen, obwohl wir hier die beiden Flugzeuge der SAGA gratis zur Verfügung hatten. Ich konnte dennoch zufrieden nach Amlikon zurückfahren, wieder mit dem Fox am Haken.

Ausbildung

BFK Gebirgsflug, Samedan

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Flugplatz Samedan aus 5000m

Die letzten 2 Wochen im Juni waren für mich sehr spannend und lehrreich, denn ich nahm am Breitenförderungskurs Gebirgsflug in Samedan teil.

Vorbereitungen

Vorgängig mussten wir das Online-Briefing machen, welches auch einen Test beinhaltet. Am Sonntag fuhr ich mit Jonas‘ LS-4 über den Julier nach Samedan. Auf dem Flugplatz stellte ich den Hänger hin und suchte unsere Wohnung, welche Rolf (Fluglehrer im Kurs) und ich  uns die erste Woche teilten, Ernst kam eine Woche später hinzu.

Auf der Raststätte bei Thusis

Hangsegeln und Thermik

Am Montagmorgen war das erste Briefing sowie eine Vorstellungsrunde angesagt. Die Teilnehmer montierten die DG-1000 und Duos, während die Fluglehrer noch ein Briefing hatten, so wie jeden Tag. Die ersten drei Tage war ich mit Michael Sarnik von Winti bei Daniel Rossier eingeteilt. Ich durfte als Erster fliegen und nach dem Windenstart versuchte ich, am Hang Höhe zu gewinnen. Mit genügend Geschwindigkeitsreserven und permanter Luftraumüberwachung kombiniert ist dies recht schwierig, vor allem, da die Nähe zum Gelände nicht so gewohnt ist für mich. Als wir an der Gravatscha auf Kretenhöhe waren, probierte ich Thermik Richtung Schafberg zu finden, dieser Versuch ging leider in die Hose, weil ich prompt ins Lee flog. Durch gute Tipps und der helfenden Hand von Dani waren wir schlussendlich am Piz Rosatsch, dort kämpfte ich wieder mit dem unkonstanten Hangaufwind. Als Ziel für diesen Flug sagte mir Dani, ich solle noch bis über den Gipfel Achten fliegen, dies schaffte ich nach einiger Zeit. Nach dem Flug besprachen wir den Flug kurz und Michael stieg in die DG-1000.

Montieren der Doppelsitzer, die Leuchtwesten sind Pflicht auf dem Flugplatz

 

Erste Flugversuche in der Thermik mit der DG-1000

Erste Streckenerfahrungen

Am zweiten Tag flog ich als Zweiter, wir kamen recht gut weg und flogen dem Engadin entlang Richtung Samnaun. Beim Muttler waren wir dann etwas unter der Gipfelhöhe. Dani und ich ‚achteten‘ uns höher und Dani flog die DG so, dass ich den Schatten des Flugzeugs am Hang sehen konnte. Es war schon beeindruckend, wie nahe man sicher am Hang entlang fliegen kann. Da muss man jedoch seine eigene Komfortzone erst mal kennenlernen. Mit genügend Höhe flogen wir zurück zum Flugplatz. Da zeigte er mir wie man Pässe quert und Gräte überfliegen sollte. Zum Schluss flogen wir noch eine Passrunde, bei der wir den Albula und Julier von oben anschauten.

Am Muttler, mit Blick Richtung Samnaun

 

Über 3000 m sollte man Sauerstoff nehmen

Nach Kämpfen am Muottas querten wir die Talseite zur Crasta Mora, da dort doch schon einige Flieger am Hang ihre Schleifen zogen. Da hatte ich Mühe, Höhe zu gewinnen und zum Teil flog ich noch etwas zu nahe am Hang, so dass Dani manchmal eingriff. Um noch etwas höher zu kommen, versuchte Daniel es etwas weiter hinten im Val Bever, sehr nah am Hang stiegen wir dann bis über die Krete und kreisten dort. Auf dieser Höhe konnten wir dann problemlos vom einem Aufwind in den nächsten fliegen. So flogen wir auf der Nordseite des Engadins Richtung Zernez und weiter Richtung Scuol. Man merkte schon, dass es Daniel auf die Strecke zieht, denn er meinte, dass wir der Bergkette entlang noch weiter fliegen sollten. Bei Landeck querten wir die Talseite Richtung Süden und flogen nicht ganz bis zur Wildspitze, da machte Daniel noch Höhe. Zurückfliegen durfte ich via Reschensee und Piz Plattas. Jetzt konnte man gut sehen, dass die Aufwinde vielfach über den Gipfeln ablösen, man sah genau wie die Feuchtigkeit etwas unter den Wolken kondensierte und dann in feinen Fetzen zur Wolke aufstieg, da waren die Steigwerte immer am besten.

Kämpfen im Val Bever

 

Wildspitze mit Taschachfernergletscher

Bodeneinsatz

Jetzt sind wir bei Peter Allegrini eingeteilt. Da Michael gestern nur mit Mühe Aufwinde finden konnte, da das Wetter nach meinem Flug deutlich abgab, flog nur er heute. Ich half am Boden mit, wobei da auch ein Schläfchen im Startbus mitzählte ;-).

Jetlandung direkt neben den Segelflugzeugen

 

Nicht so rosiges Wetter heute

Wellenfliegen

Beim Morgenessen meinte Rolf, dass es heute evtl. die Wellentheorie von Max Lamm gibt. Diese kam dann aber nicht und im Meteobriefing wurde auch nicht gross über Wellen berichtet, obwohl die Prognose eine Nord-Süd Druckdifferenz von ca. 14 hPa anzeigte. Die ersten starteten und arbeiteten sich mühsam den Hang hinauf, der Wind am Boden war nicht sehr stark. Ich konnte auch früh mit Peter in seiner DG-1001 starten. Etwas über der Krete versuchten wir, zur Basis der Cumuli zu steigen. Beim Thermiksuchen sahen wir dann schon die ersten Doppelsitzer über den Wolken. Wirkliche Thermikschläuche gab es zu dieser Zeit nicht, es war alles zerrissen und sobald man eindrehte soff es sofort. Nach ca. 45 Min. umherdümpeln in den schwachen Rotoren probierten wir es unter einem schönen Cumuli, welcher oben zerrissen aussah. Dort stiegen wir an die Basis und nach Peters Anweisungen flog ich dann genau gegen den Wind. Vor der Wolke begann es leicht und dann immer mehr, schön ruhig zu steigen. Auf dieser Höhe herrschte ca. 40km/h Nordwind und vor der Wolke ‚achteten‘ wir uns immer höher. Peter funkte mit Zürich Delta und wir bekamen die Freigabe bis FL 180. Da schliesslich fast alle Flugzeuge in der Welle waren, gaben die Fluglotsen schlussendlich das ganze Engadin frei. Auf 5200 m war zu dieser Zeit Schluss, die Wellen gingen nicht höher, aber die Aussicht aus dieser Höhe war grandios! Nach dem Abstieg welcher auch die Berninaroute und Abwind zentrieren beinhaltete, landeten wir. Der Seitenwind betrug jetzt doch ca. 20km/h am Boden und meine Landung war auch nicht sehr schön. Michael konnte dann fliegen. Gegen den späteren Nachmittag ging die Welle dann viel höher. Es wurde das ganze Engadin bis FL 240 freigegeben und die Höchsten stiegen bis auf über 7000 m.

Über den Wolken…

 

Sicht auf über 5000 m

2. Wellenflug

Heute ist Samstag, es werden beim Meteobriefing Wellen vorausgesagt. Beim Flieger bereitmachen sahen wir Richtung Zernez, weit entfernt, die ersten Lentis. Als Michael in der Luft war, kriegte der Piz Palü eine schöne Wolkenfrisur, die etwas an das Haar vom aktuellen US-Präsidenten erinnerte. Auch über St. Moritz bildeten sich die speziellen Wolken. Heute ging der Einstieg in die Welle deutlich einfacher als gestern. Ich machte an der Gravatscha Höhe und konnte dann gleich einen 3.5 m Schlauch nutzen, um zur Basis zu gelangen. Wieder flog ich gegen den Wind vor, bis wir ruhig stiegen. Über dem Cumuli bildete sich ein Lenticulari auf dem wir Surfen konnten. Heute funkte ich mit Zürich Delta, wir bekamen die Freigabe bis FL 190 problemlos. Als es nicht mehr gross stieg, wechselten wir zum Cumuli beim Piz Languard. Da hatte es wieder ein Lenti genau auf der Wolke und wir stiegen über der Vorderkante auf ca. 5200 m. Wieder flogen wir per Piz Palü über den Piz Bernina und fanden noch eine schwache Welle, welche wir auch nutzten. Schliesslich meldeten wir uns bei ZRH Delta ab und gingen landen, dabei versuchte ich das Gelernte von gestern bei der Landung anzuwenden und es klappte besser.

 

Eine Lenticularis Wolke über den Cumuli

 

Moteratschgletscher und Persgletscher

Kein Streckenflugwetter

Am 24.06.2018 war das Wetter nicht mehr so gut. Es regnete leicht und das Briefing stand erst um 10:00 Uhr an. Dennoch konnte gegen Nachmittag an der Winde für Landungen und Starts trainiert werden. Es bot sich die Gelegenheit, die Windeneinweisung fertig zu machen für die, die sie noch nicht hatten. Einige konnten sich auch über längere Zeit in der Luft halten. Ich startete jedoch nicht und sparte mir so 40 Fr.
Am Abend kam Ernst in unsere Wohnung.

Zeit um den Jet zu betrachten

Funkprobleme

Heute ist besser. Michael und ich sind bei Georg Gavigelli von Mollis zugeteilt. Ich darf Einsitzer fliegen. Nachdem wir die mitgebrachte LS-4 WG montiert hatten, zog ich sie zum Startplatz. Leider bemerkte ich erst jetzt, dass der Funk nicht tut. Was könnte man machen? Ich telefonierte mit Jonas und der bekam gleich einen Schreck, weil er das Flugzeug für die WM die nächsten drei Wochen brauchte. Er konnte jedoch auch nichts machen und so versuchten Georgio und ich das Problem zu beheben, viele andere gaben auch Inputs, es änderte sich aber nichts an meinem und Jonas‘ Problem. Am Abend fragte ich noch Daniel, denn er kennt sich mit dem Funk aus und nachdem wir die Stecker aufgeschraubt und kontrolliert hatten fand er heraus, dass nur etwas an den Einstellungen verstellt war. Ich bin wohl beim Versorgen des Flugzeugs zuhause an den Drehknopf gekommen. Leider ist dann auch noch ein Schräubchen unter die Sitzschale gefallen, das bedeutete, Sitzschale wegschrauben und Schräubchen suchen. Vielen Dank Daniel und allen anderen für eure Hilfe beim Problem mit dem Funk.

Die Landegebühren für solche Jets betragen ca. 15’000 Fr.

Flug im Einsitzer

Jetzt ist aber definitiv LS-4-Fliegen angesagt. Nachdem sie montiert war, konnte ich gleich vorne hinstellen und starten. Ich versuchte alles so wie gelernt anzuwenden und stieg immer höher am Gravatscha; nachdem ich am Mezzaun keinen Aufwind fand, machte ich wieder Höhe am Hang. Dann probierte ich die Talnordseite und über den Kreten gab es stetig Aufwinde bis Zernez. Wieder zurück, machte ich nach einigem Suchen Höhe am Piz Rosatsch und probierte es dann am Chalchagn und über dem Morteratschgletscher, wobei ich da ins Lee flog und wieder unten anfangen konnte. Ich hielt mich in den folgenden Stunden immer zwischen Zernez und Poschiavo auf. Gegen Abend hiess es am Funk, dass man am Piz Palü hangsegeln könne, ich verwechselte den Berg jedoch mit dem Piz Varuna und flog so durchs Lee der Krete vor dem Palü. Dieses spülte mich sofort ein Stockwerk tiefer und ich kam an den Rand des Gleitwinkels zu Samedan, also flog ich zurück. Durch das ständige 3 m-Saufen auf der Luvseite des Val Bernina wurde ich gezwungen, die Leeseite des Tals auszuprobieren. Ich steuerte einen steinigen, recht steilen Hang an, dieser trug recht gut und ich konnte dank der Lee-Thermik, die ziemlich turbulent war, wieder steigen. Auf etwa 150 m über der Gipfelhöhe des Piz Albris hörte das Steigen auf. Ich war jetzt genug hoch, um Termik am Muottas Muragl zu suchen und sah dabei ein Segelflugzeug über den Wolken. Ich suchte einige Zeit nach Wellen, konnte aber keine finden und so gleitete ich die Höhe ab Richtung Malojapass. Die Umkehrthermik am Abend war heute deutlich spürbar und so verlor ich fast keine Höhe bis zum Flugplatz. Heute flog ich ca. 6:30 h, dabei konnte ich meine Kenntnisse festigen und einmal mehr eine Seitenwindlandung üben.

Biz Bernina mit Morteratschgletscher

 

Höhe erarbeiten am Hang des Piz Albris

Letzer Streckenflug

An meinem letzten Flugtag flog ich wieder LS-4. Nach dem Start gleitete ich zum nördlichen Ende des Lago di Livigno, da drehte ich und suchte über S-chanf und dem Piz d’Esan nach einer Welle, da die Wolken ähnlich aussahen wie am Tag zuvor. Ich fand aber nichts. Über dem Piz Vadrett kurbelte ich an die Basis und versuchte es nochmals gegen den Wind. Ein bisschen vor der Wolke stieg es immer noch schwach also versuchte in dieser Zone zu bleiben. Mit viel Geduld kam ich über die Basis, wobei sich unter mir immer wieder neue Fetzen von der Thermik bildeten. Eine halbe Stunde später war ich knapp 300 m höher auf 3900 m und wollte Zürich Delta aufrufen, als ich jedoch die Frequenz gerastet hatte hörte ich gerade: „To all gliders in the area Engadin, please leave the airspace Delta due to military activities.“ Deshalb beschloss ich, nicht mehr nach einer Freigabe zu fragen und blieb unterhalb der Luftraumgrenze. Ich genoss es, etwas über der Basis neben den Wolken entlang zu fliegen, da man dies sonst eigentlich nicht erlebt.

Mein Ziel, alleine in die Welle zu kommen war zum Teil erreicht und so schaute ich langsam dem Ende dieses Fluges entgegen. Da dies wahrscheinlich der letzte Flug im BFK sein würde, flog ich noch zur Berninagruppe. Dort standen die Gipfel in den Wolken aber der zügige Wind blies die Luft über die Gletscher Morteratsch und Pers hinauf zur Krete, welche zum Teil auch in den Wolken war. Dort konnte ich unter den Wolken Hangsegeln und flog zum Abschluss des Fluges am vergletscherten Hang hin und her. Die Eisfelder und Hängegletscher konnte man so sehr genau betrachten. Zwischendurch stieg die Basis der Wolken am Hang und der Piz Palü wurde sichtbar, kurz darauf entstanden wieder neue Wolken etwas tiefer und ich musste schauen, dass sie mich nicht einschlossen. So beendete ich meinen letzten Flug via Roseggtal, St Moritz und Crasta Mora bevor ich zur Landung ansetzte.

Lago di Livigno

 

Über der Basis mit Blick Richtung St. Moritzersee

 

Am Donnerstag der zweiten Woche war das Wetter nicht mehr so berauschend. Ich verräumte die LS-4 so, dass ich am nächsten Tag nur noch anhängen musste. Michael flog noch mit Christine Levy im Duo. Am Abend assen alle zusammen in Restaurant21 Znacht wobei Peter Bregg mit seinen Witzen Stimmung machte und die Fluglehrer ehrte.

Der Piz Bernina mit seinen Hängegletschern liegt in den Wolken

 

Val Rosegg beim letzten Flug

Rückreise

Am Abreisetag hätte man noch fliegen können, ich dachte jedoch schon an die Streckenflug-WM bei der wir am nächsten Tag hätten abfahren wollen. Ich besprach mit Christine, dass ich bereits gehen durfte, sobald alle Flugzeuge in der Luft sind. Und so kam ich etwa um 18:00 Uhr zuhause an.

Die Flieger wurden jeden Abend verzurrt

Fazit

In sieben Flügen konnte ich während der zwei Wochen 24.5 Stunden fliegen. Dabei habe ich viel gelernt. Die Briefings und Safetyvorträge waren allesamt sehr informativ und spannend. Wir waren ein gutes Team und alle Teilnehmer haben immer mitgeholfen, so dass der Flugbetrieb einwandfrei lief. Es war ein gelungener Kurs und das Wetter hat eigentlich auch mitgespielt, es war ja an allen Tagen fliegbar.

Schlussendlich möchte ich mich bei allen Fluglehrer, Organisatoren und Teilnehmer bedanken für die zwei coolen Wochen. Ein spezieller Dank geht an Ernst für die Organisation der Wohnung und natürlich an Jonas, der mir seine geliebte LS-4 zur Verfügung gestellt hat.

Ausbildung

J+S-Lager in LSPA

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TeilnehmerInnen des J+S Segelflug-Camp in Amlikon 2018

Von Sam Müller

Am vergangenen Freitag, dem 13. Juli ging die bereits achte Durchführung des schweizweit einzigartigen J+S-Segelflug-Camps zu Ende. Dank der grosszügigen Unterstützung des Thurgauer Sportamts hatte die Segelfluggruppe Cumulus die Freude, zehn Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren in die Schönheit des Segelflugsports
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Ausbildung

Schnuppertag am 5. Mai 2018

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Von Henrik Kradolfer

Erlebnisbericht des ersten Schnupperkurses der Saison 2018.

Am Morgen traf ich Manuel. Er zeigte mir den Flugplatz und ging anschliessend mit uns ins Theoriezimmer. Dort lernte ich Pascal, meinen Fluglehrer kennen. Er machte mit uns ein wenig Theorie. Danach holten wir eines von vielen Segelflugzeugen aus dem Hangar, putzten es und brachten es zur Landebahn. Nach einem kurzen Briefing ging es dann endlich los. Bei meinem ersten Flug wurde das Segelflugzeug mit dem Schlepper in die Luft gebracht. Als mir Pascal mit den Worten „Your Controls“ das Steuer übergab, konnte ich das erste Mal das Flugzeug steuern. Mit den Kurven hatte ich grosse Mühe, aber es hat mir riesigen Spass gemacht, in der Luft zu sein. Bei meinen anderen Flügen wurde der Segler mit der Winde in die Luft gebracht. Ein super Gefühl. Beim zweiten und dritten Flug konnten wir nicht lange in der Luft bleiben und mussten schnell wieder landen. Beim vierten und für mich letzten Flug klappte es endlich und wir konnten etwas länger fliegen.

An diesem Tag lernte ich sehr viel und ich bekam einen super Einblick in die Welt des Segelfliegens. Es war sehr interessant und hat mir sehr viel Spass gemacht. Vielen Dank an die Segelfluggruppe Cumulus für den tollen Tag!

Ausbildung

Jugendsportcamp Segelfliegen

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Lerne Fliegen – werde Pilot!

Die Segelfluggruppe Cumulus bietet vom 9. – 13. Juli 2018 zusammen mit dem Sportamt Thurgau zum 8. Mal ein Jugendsportcamp Segelfliegen an.

» Anmeldung und Informationen beim Sportamt Thurgau

Eine Woche lang Segelfliegen hautnah erleben: Wer selber gerne einmal am Steuer eines Segelflugzeuges sitzen und das Gefühl des geräuschlosen, raumübergreifenden und motorlosen Gleitens erleben möchte, für den ist das Jugendsportcamp «Lerne fliegen» eine gute Gelegenheit. Zudem bietet die Teilnahme am Camp ein Sprungbrett für eine Karriere als Segelflugpilot, wie es Manuel Hässig, einem der ersten Teilnehmenden des Jugendsportcamps gelungen ist. Für verschiedene Berufe der Aviatik gelten Kenntnisse im Segelflug als wichtige Grundlage. Neben Theorieblöcken und Praxisübungen wird den Teilnehmenden die Faszination vom Segelfliegen und der Ausblick aus der luftigen Höhe weitergegeben.
Zusammen mit der Segelfluggruppe Cumulus bietet das Sportamt Thurgau das Camp bereits zum achten Mal an. Das Camp ist für Thurgauer Jugendliche der Jahrgänge 1998 bis 2003 ausgeschrieben.

Selektion nach dem Infoabend
Die Teilnahme kostet 400 Franken, darin eingeschlossen sind Unterkunft, Verpflegung und Unterricht. Da die Zahl der Anmeldungen acht Teilnehmende übersteigen wird, erfolgt nach dem obligatorischen Infoabend am 16. Mai 2018 eine Selektion der Teilnehmenden.