RM Birrfeld 2021

Pascal und ich entschieden uns dieses Jahr die RM Birrfeld in Angriff zu nehmen. Für mich war es die erste Teilnahme an einem Wettbewerb und so war ich ganz froh, dass ich mit Pascal einen erfahrenen Wettbewerbspiloten an der Seite hatte.

Tag 1: Neutralisiert!

Wenig verheissungsvoll präsentierte sich das Wetter für den Freitag und so informierte uns die Wettbewerbsleitung bereits am Donnerstagmorgen, dass der erste Wettbewerbstag neutralisiert sei und das Eröffnungsbriefing auf Samstag verschoben werde. Aufgrund dieser Info verschoben wir die Flugzeugvorbereitung um einen Tag und fanden uns schlussendlich bei strömendem Regen am Freitagnachmittag auf dem Flugplatz Amlikon ein. In Ruhe bereiteten wir die beiden LS 4 für den Transport vor und suchten optimistisch auf dem ganzen Flugplatz die Wasserkanister zusammen.

Segelflugkonvoi kurz vor Ankunft im Birrfeld

Tag 2: Von Absaufern und hohen Schnittgeschwindigkeiten

Nach einer regnerischen Nacht begrüsste uns der Samstag morgen mit strahlendem Sonnenschein. Die Vorfreude auf den ersten Wertungstag war sogleich geweckt und kurz vor 8 Uhr verliess er Segelflugkonvoi den Flugplatz Amlikon in Richtung Birrfeld. Dort eingetroffen starteten wir sogleich mit dem Aufrüsten der beiden Flugzeuge und waren schon kurz vor dem Briefing bereit. Das Briefing wurde online abgehalten aufgrund der noch immer anhaltenden Einschränkungen. Die Meteo sagte mässige Thermik voraus, jedoch nur sehr schwaches steigen in den tieferen Höhenbändern. Hoch bleiben war also angesagt! Die erste Aufgabe war eine AAT mit zwei Gebieten und einer Wertungszeit von einer Stunde. Kurz nach dem Mittag ging es los und das Teilnehmerfeld wurde an den Chestenberg geschleppt. Doch noch bevor alle oben waren kamen die ersten wieder zur Landung. Abgesoffen das Verdikt. Nur nicht beunruhigen lassen war meine Devise und so startete ich kurz nach Pascal. Leider erging es mir nicht besser wie ca der Hälfte des Teilnehmerfeldes und so stand ich eine knappe halbe Stunde später wieder im Birrfeld auf dem Boden. Pascal konnte sich irgendwie mit Mühe halten und so blieb ihm eine unfreiwillige Landung erspart. Ich meinerseits startete meinen zweiten Versuch und kriegte es trotz grösster Bemühung erneut nicht auf die Reihe oben zu bleiben. Auf einen Dritten Versuch verzichtete ich und so war der erste Tag für mich gelaufen. Pascal seinerseits hatte es in der Zwischenzeit geschafft die Aufgabe zu starten und meldete wunderbare Wolkenstrassen. Etwas frustrierend wenn man am Boden steht, aber umso besser dass es immerhin ihm gut läuft. Gleichzeitig erreichte aber auch die erste Meldung einer Aussenlandung das Birrfeld, so gut lief es dann also doch nicht allen.

Startaufstellung am Samstag

Pascal lief es aber ganz ordentlich und so beendete er den ersten Wertungstag auf Platz 4 mit einer Geschwindigkeit von 131 km/h! Für mich gab es auch noch einen kleinen Trost: Ich überflog bei der verzweifelten Suche nach Thermik die Startlinie und wurde dafür doch noch mit einem einzigen Wertungspunkt belohnt. Immerhin kein Nuller!

Tag 3: Doppelsieg für die SG Cumulus

Nach dem aus meiner Sicht enttäuschenden Samstag war mein persönliches Ziel klar: Einfach irgendwie herumkommen. Die Prognosen für Sonntag waren ganz gut allerdings noch mit einzelnen vorbeiziehenden Regenzellen am Vormittag. Die Wettbewerbsleitung präsentierte uns einen Racing Task den Jura entlang bis zum Chasseron und wieder zurück. Knappe 300 km galt es also zu absolvieren. Doch bereits kurz nach dem Montieren der Flugzeuge wurde das Birrfeld von einem Regenschauer geduscht.

Regenschauer kurz vor geplanter Startzeit

Und als dann aufgrund weiterer Regenschauer der Start des Feldes sich weiter verzögerte wurde uns eine alternative Aufgabe ausgehändigt. Eine AAT mit 3 Gebieten und einer Task Time von 1:45h mehrheitlich im Jura aber auch mit der Möglichkeit ins Mittelland auszuweichen. Pascal und ich starteten gemeinsam in die Aufgabe. Allerdings musste ich ihn nach einer knappen halben Stunde ziehen lassen da ich mich etwas eingegraben hatte etwas nördlich von Grenchen. Nach diesem „Tiefpunkt“ lief es dann aber wie geschmiert und ich flog den ersten Wendekreis bis ans Maximum aus. Der Rückweg mit Rückenwind lief noch besser und so konnte ich im letzten Sektor den Flug noch etwas optimieren. Pascal wählte als einziger die Taktik den zweiten Sektor im Mittelland auszufliegen und war damit erfolgreich. Schlussendlich waren wir wieder praktisch gleichzeitig im Birrfeld zurück und konnten gespannt sein auf die erflogenen Resultate.

Kurz vor der ersten Wende in der Nähe des Chasseral

Pascal holte sich den Tagessieg und übernahm damit auch die Gesamtführung in der gemischten 15m Klasse. Mir reichte es zum zweiten Tagesrang direkt hinter Pascal und so konnte die SG Cumulus an diesem Tag einen Doppelsieg feiern.

Tag 4: Neutralisiert. Pascal Gewinnt die RM!

Der Pfingstmontag wollte uns nicht noch einmal am Himmel sehen und so Neutralisierte die Wettbewerbsleitung bereits am Morgen vor dem Montieren. Um 10 Uhr war die Rangverkündigung angesetzt welcher wir natürlich gerne angehörten bevor es dann wieder zurück in die Ostschweiz ging.

Siegerehrung der gemischten 15m Klasse

Pascal konnte seinen RM Triumph von 2019 wiederholen und für mich war es eine tolle Erfahrung und ein versöhnlicher Abschluss nach dem missglückten Auftakt am Samstag.

Alle Aufgaben und Resultate findet ihr unter: https://www.soaringspot.com/de/vrm-birrfeld-2021/

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