Flugberichte

Erster Säntisüberflug ab der Winde

Von Manuel

22. April 2018. Die Stimmung am Startplatz ist gedrückt. Bereits am gestrigen Tag machte das stabile Hoch den Segelfliegern zu schaffen. Während im Norden der Schwarzwald und die Alb beste Thermikprognosen vorweisen, im Süden die Alpen mit mächtigen potentiellen Flugdistanzen werben, ist bei uns lediglich Flaute angesagt. Doch so einfach lassen sich Flughungrige nicht abschrecken!

Aller Anfang ist schwer

Nach dem Briefing machen wir unsere Flieger bereit. Als um 12 Uhr die ersten Cracks starten  – und sich nicht wieder blicken lassen – hält auch uns nichts mehr. So stellen Pete und ich unsere LS 4 an den Startplatz. Der Windenstart bringt mich auf eine Höhe von 800 m, wo sogleich der erste Aufwind steht. Nach kurzer Steigphase ist bei 1100 m die Thermikobergrenze erreicht und ich versuche mich Richtung Süden. Im Blauen habe ich kein Glück, so muss ich mangels Höhenreserve wieder zum Flugplatz zurück. Kaum beim Flugplatz, geht es wieder nach oben – auf 1200 m. Richtung Norden soll es diesmal klappen. Mit wenig Höhe und gesenktem Haupt mache ich mich wenig später erneut auf den Rückweg. Da mehreren Teamkollegen das gleiche Schicksal wiederfährt, können wir unseren Frust wenigstens am Funk teilen. Es folgen weitere Anläufe…

Nicht aufgeben

Endlich, in Wil geht es hoch auf 1600 m. Von da an zeigen Cumuli zuverlässig Aufwinde an. Ab Degersheim, wo die Luftraumuntergrenze aufhört, können komfortable Höhen erflogen werden. Die Wolkenbasen um 3000 m ermöglichen eine ständige Rückkehr nach Amlikon. Der Überflug des Säntisgipfels krönt meinen Thermikflug.

Grandiose Sicht auf die Churfirsten

Durch das fehlende Training anfangs Saison verzichte ich auf ein Weiterfliegen Richtung Alpen. Ich geniesse den Überflug der Bergkrete von Kronberg über Säntis zum Speer. Ich möchte euch diesen hart erarbeiteten Anblick nicht vorenthalten!

Manuel

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