Bericht Skiweekend 2009

Als Konsequenz auf gewisse Reaktionen, die ich auf andere Texte erhielt, die ich für die SGC schrieb, möchte ich nun schon zu Beginn festhalten, dass ich mich ausdrücklich für den erhalt des generischen Maskulinums einsetze. Ihr werdet als im folgenden nirgends Cumulüssler und Cumulüsslerinnen lesen. Trotzdem hoffe ich, werden sich auch die weiblichen Teilnehmer angesprochen fühlen.

Der Schneespass bestand dieses Jahr aus einem zweitägigen Wochenende in der Lenzerheide. Aus allen Landesteilen waren rund 15 Cumulüssler mit grosser Vorfreude und entsprechenden Erwartungen angereist. Besammlung war um 10 Uhr bei der Talstation, wo bereits von verschiedenster Seite eine riesen Röhre verführt wurde, waren die erwähnten doch auch nicht mehr weit davon entfernt, zu zeigen, dass dahinter auch nicht wirklich was war.

So war beispielsweise ein nicht näher nennenswerter Pilot experimenteller Weise erstmals auf einem Raceboard unterwegs und hatte auch dem Namen entsprechende Erwartungen, die, naja, erst allmählich erfüllt wurden.

Trotz einem Pflock von einem Meteorologen, der die Prognose am Vorabend nicht wirklich getroffen hatte, und damit auch Grund für das Fernbleiben gewisser Mitglieder war, bot sich uns am ersten Tag prächtiges Wetter. Auch die wenigen Wolkenzonen, die mit geschickter Routenwahl aber zu umfahren waren, konnten die verbrannten Birnen unserer Rennfahrer nicht verhindern.

Zu vernünftiger Zeit wurde dann von den vernünftigen Fahrern in den Apres-Ski übergegangen, während die unvernünftigeren mit ihren roten Köpfen noch ein paar rasante Abfahrten machen wollten. Erst dann traf dann auch endlich mal noch Stefan Knecht ein, der nach eigenen Angaben eben am Morgen noch etwas ausschlafen wollte. Vor Einbruch der Dunkelheit und gestärkt durch den Halt in der Wärme, wurde dann die wohl schönste Fahrt des Tages, auf den frisch präparierten Pisten zur Talstation in Angriff genommen. Es folgte der Zimmerbezug in der reservierten Unterkunft. Die 9 Cumulüssler, welche sich für die Übernachtung in der Jugendherberge entschieden, verteilten sich auf insgesamt 3 Zimmer. Vier Herren, die sich zusammen im Zimmer 23 einnisteten, wollte an dieser Stelle noch speziell als das Coole Zimmer 23 erwähnt werden. Offensichtlich war das Erzeugen von Schullagerstimmung (Musik aus Handylautsprechern, besetzen von Duschen, verbreiten von Fussgeruch) aus Ihrer Sicht speziell Cool.

Das Abendessen war in einer nahen Pizzeria reserviert, in der wir uns nach einer kleinen Verspätung durch einen noch kurzfristig eingelegten Blitz-Apero dann auch alle einfanden. Das Essen war ausgezeichnet, das Chiliöl etwas fade und die Stimmung sehr gut.

Im Anschluss daran wurde das Nachtleben der Lenzerheide unsicher gemacht. Das Coole Zimmer 23 wurde seinem Namen gerecht und traf dementsprechend als letztes in der Unterkunft ein. Es kursierten Tags darauf Gerüchte von Damen in Reithosen und einem autistischen Steven.

Während dem Frühstück und dem eingehenden Studium des Wetters wurde am Sonntag auf das Skifahren verzichtet. Einzig Walter wollte die Heimfahrt noch nicht antreten und schwang sich noch auf die Langlaufskis.

Die noch Übriggebliebenen begaben sich darauf in ein Kaffee und entschieden sich, in Bad Ragaz noch gemeinsam Essen zu gehen. Das Lokal hiess Pizzeria Trocadero, ein Name der Frauenfeldern etwas suspekt erschien. Das Chliöl war dann noch viel fader als Tags zuvor und der Kellner mit seinem gespielten italienischen Akzent unendlich nervend.

Anschliessend trennten sich unsere Wege endgültig und die Cumulüssler fuhren wieder zurück in alle Himmelsrichtungen.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals Nicole herzlich danken, Ihre Schneesportanlässe haben nun definitiv Kultstatus erlangt. Ich kann nur jeden ermutigen, nächstes Jahr dabei zu sein und die Segelfliegerkameradschaft auch ausserhalb der Saison zu pflegen.

 

Gruss Pascal

 

Bilder zum Skiweekend gibt's in der Fotogalerie

 

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