10. August - Endlich fliegen! Aber...

 

Heute waren die Wetteraussichten ähnlich wie gestern. Gleich starker Wind und wieder Regen. Da es gestern keine Wertung gab, musste die Standardklasse auch heute wieder als erste in Luft.

 

Diesmal ging es ein bisschen besser, zumindest im Platzbereich. Kurz nach Eröffnung der Startlinie bin ich gestartet. Es war wegen des starken Windes nicht einfach, und die Basis wurde immer tiefer. Man konnte bald sehen, dass der erste Sektor schon problematisch sein würde, weil dort bereits eine Regenwand stand, die sich in unsere Richtung bewegte. Ich war mittlerweile ordentlich tief und befasste mich bereits mit dem Gedanke, nach Cottbus auszuweichen, um dort bei einigen anderen Pilotinnen zu landen.

 

Doch da gelangte ich vor der aufziehenden Regenfront in aufsteigende Luftmassen, und schwupps befand ich mich wieder auf 1100m. Naja, dann fliegen ich halt weiter entlang der Regenwand, dachte ich mir... Noch so gerne! So schaffte ich es wenigstens noch, die äusserste Kante des Sektors anzuschneiden.

 

Hinter dem Regen hoffte ich dann, auf irgend eine Weise auf den von den Meteorologen versprochenen „Wiederaufbau“ warten und danach weiterfliegen zu können. Doch leider wurde nichts daraus, und ich musste in einem Acker unmittelbar an der Polnischen Grenze landen. Da sass ich nun zusammen mit Edita (DL) aus Littauen in einem Feld... Zum Glück, denn nur dank Edita's Ehemann, der ein Navigationsgerät im Auto installiert hat, konnten uns unsere Rückholer relativ schnell wieder finden. Ohne diese Hilfe würde ich wohl immer noch in diesem Acker sitzen! Nach 2.5 Stunden Autofahrt waren wir um 21:30 zurück in Klix.

 

Yvonne ist es heute ähnlich ergangen, zumal die Rennklasse genau den gleichen Sektor wie Standardklasse in ihrer Aufgabe vorgeschrieben hatte. Nachdem sie deutlich später gestartet war als ich, hat Yvonne einen etwas anderen Weg probiert, entlang der Grenze des Wettbewerbsgebiets in Polen. Am Schluss mussten sie sich bei einer Basis von 600m und bei 50km Gegenwind wieder in den Sektor kämpfen, was dann tatsächlich noch gelang. Bald darauf war dann aber Schluss - YYY musste auf einer schönen, gemähten Wiese landen, die jedoch leider keinerlei Zufahrtstrasse hatte. Konsequenz: Yvonne und Lorenz mussten das Flugzeug in Einzelteilen über einen Acker tragen! Um 1Uhr morgens waren auch sie dann im Bett.

 

Leider ist niemand mehr als 100km geflogen, und somit gab es heute keine Punkte für unsere Bemühungen. Ich bin aber froh, dass wir geflogen sind und zumindest probiert haben, eine Wertung hinzukriegen. Ehrlich gesagt, irgendwie hat es trotz allem Spass gemacht. Und ich bin froh über die Erfahrungen, die ich machen konnte.

 

 

 

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