9. August - Babajaga (Hexensabbath)

 

Auch heute liess man uns wieder aufstellen, trotz des mit 40km/h blasenden Westwindes und der tiefen, bedrohlich schwarzen Wolken. Diesmal die Standardklasse als Winkelried.

 

Ich war in der erste Startreihe und durfte mich somit als erste mit diesem ach so tollen Wetter auseinandersetzen. Es war dann wie zu erwarten ziemlich turbulent, und bereits ca. 10min nach dem Ausklinken musste die erste Pilotin meiner Klasse wieder zur Landung ansetzten - zu einer Aussenlandung unmittelbar neben dem Flugplatz, nota bene... Das kann ja heiter werden!

 

Ich habe dann aber doch einen Schlauch gefunden, zusammen mit zwei anderen Pilotinnen, und konnten mich so mühsam hochkämpfen. Dabei wurden wir aber rund 20km vom Flugplatz weggetrieben... Als ich dann endlich wieder im Gleitflugbereich von Klix war, gab es für mich nur noch eines. Zurück zum Platz!!!. Mehr als die Hälfte der Standardklasse war in der Zwischenzeit wieder am Boden und ist nicht erneut gestartet. Das Wetter wurde immer schlechter und der Wind blieb konstant sehr stark.

 

Also kam, was kommen musste: Der Tag musste einmal mehr neutralisiert werden. Gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten Schauer schafften wir es dann auch, unsere Rennmaschinen zu demontieren und ins Trocknen zu retten.

 

Der restliche Nachmittag konnte somit genutzt werden, um uns auf das Babajaga-Fest vorzubereiten, anlässlich dessen die neuen Hexen, also jene Pilotinnen, die zum ersten Mal bei einer solchen Meisterschaft mitfliegen, von erfahrenen Hexenmüttern in ihre Hexengemeinschaft aufgenommen werden. Dabei müssen sie einen Schwur in der Sprache ihrer Hexenmutter leisten...

 

Nun, meine Hexenmutter Akemi Hirotsune kommt aus Japan, und so musste ich den Hexenschwur auf Japanisch aufsagen. Das war natürlich alles andere als einfach, geschweige dass ich auch nur ein einziges Wort verstanden hätte. Zum Glück konnte ich den Text vorgängig einmal in Deutsch anhören :-) Dann musste ich noch das Buch der Hexen mit einem Kuss unterschreiben und mit dem Besen um das Feuer tanzen. Als Belohnung gab's zum Schluss einen Schluck Vodka :-)

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